Pneumologie-Allergologie
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Tel 0201 / 433 - 11133
Fax 0201 / 433 - 1967
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Abteilung Pneumologie – Allergologie
Behandlung
Die Ruhrlandklinik ist nicht nur das größte deutsche Zentrum zur Behandlung der „Volkskrankheit“ Sarkoidose mit jährlich rund 600 Patienten. Mit Prof. Dr. Ulrich Costabel, dem langjährigen Leiter der Abteilung, verfügt das Westdeutsche Lungenzentrum zudem über einen international renommierten Pneumologen und Forscher, dessen Rat im Bereich seltener Lungenerkrankungen weltweit gefragt ist. Ein großes Behandlungsfeld der Abteilung ist die idiopathische Lungenfibrose. Auf diesem Sektor ist die Ruhrlandklinik im Bereich der Therapiestudien besonders führend. Auch im Bereich der Alveolarproteinose, der überschüssigen Eiweißablagerung in den Lungenbläschen, genießt die Abteilung großes Renommé. Ein Drittel der 200 deutschen Erkrankten lässt sich hier mit den lebensnotwendigen Spülungen behandeln.
Leistungsspektrum
Im stationären Bereich werden schwerpunktmäßig Patienten mit Lungenfibrosen, Sarkoidose und anderen interstitiellen Lungenerkrankungen behandelt. Bei Insektengiftallergien werden stationäre Schnellhyposensibilisierungen durchgeführt.
Das ambulante Versorgungsangebot umfasst die Abklärung und Verlaufsbeobachtung von Lungenfibrosen und Sarkoidosen, die Diagnostik allergischer Atemwegserkrankungen und die Durchführung bronchoskopischer Untersuchungen.
Die Abteilung ist Partner des Essener Netzwerks Palliativmedizin, das ein gemeinsames Gesamtkonzept in der Therapie von Tumorerkrankungen im Bereich der Lungen- und Atemwege entwickelt hat. Bei Lungenerkrankungen umfasst die Palliativmedizin die Schmerztherapie, mithilfe der Bronchoskopie die Beseitigung von Atemnot, die durch Einengungen im Bereich der Atemwege verursacht wird, sowie die Behandlung von Pleuraergüssen durch Punktion und Ergussverödung.
Das Leistungsspektrum der Abteilung ist auch darüber hinaus sehr vielfältig. Durch den klinischen und wissenschaftlichen Schwerpunkt des Chefarztes stehen immunologische und allergologische Lungenerkrankungen im Vordergrund. Dazu zählen neben den Fibrosen und Sarkoidosen auch exogen allergische Alveolitis (Farmerlungen, Taubenzüchterlungen, Wellensittichhalterlungen), arzneimittelinduzierte Lungenerkrankungen sowie seltene Lungenparenchymerkrankungen (Histiozytosis X, Lymphangioleiomyomatose, Alveolarproteinose, Morbus Wegener, Churg-Strauss-Syndrom, Eosinophile Pneumonie oder Bronchiolitis obliterans mit organisierender Pneumonie (BOOP))
Zur Abteilung gehören das Allergielabor, das klinisch-chemische und immunologische Labor sowie das Labor für bronchoalveoläre Lavage. Letzteres verarbeitet als eines der größten seiner Art in Deutschland jährlich über 2000 Proben aus dem gesamten Bundesgebiet.
Das Deutsche Sarkoidosezentrum wurde in enger Zusammenarbeit mit der Selbsthilfeorganisation „Deutsche-Sarkoidose-Vereinigung“ ebenfalls in der Abteilung etabliert. Hier werden auch Sarkoidosen mit Befall anderer Organe behandelt.
Die Mediziner werden auch bei der Begutachtung und Bewertung im Bereich der Berufserkrankungen herangezogen. In einer Provokationskammer erforschen sie im Einzelfall die Ursachen und Auslöser für eine möglicherweise berufsbedingte Erkrankung.
Eine Spezialambulanz besteht für Patienten mit interstitiellen Lungenerkrankungen (Prof. Costabel, KV-Ermächting).
Prof. Dr. med. Ulrich Costabel
gehört zum Lehrkörper der Universität Duisburg-Essen im Fach Innere Medizin. Der Experte auf dem Feld der seltenen Lungenerkrankungen ist eng mit zahlreichen internationalen Forschungsgesellschaften vernetzt und weltweit geschätzt. Studierende sogar aus China promovieren sich bei dem Essener Mediziner. Im Bereich der klinischen Forschung beschäftigen der Chefarzt und sein Team sich hauptsächlich mit der Krankheitsentstehung und den Therapiemöglichkeiten interstitieller Lungenerkrankungen. Die Abteilung beteiligt sich an großen multinationalen Therapiestudien zur Prüfung antifibrotischer neuer Medikamente bei idiopathischer Lungenfibrose und bei Sarkoidose.



