Thorakale Onkologie
Oberarzt
Dr. Wilfried Eberhardt
Abteilung Thorakale Onkologie
Behandlung
Krebserkrankungen mit modernsten Methoden und Medikamenten bekämpfen – die Abteilung Thorakale Onkologie gewährleistet zeitnah eine individualisierte medikamentöse Behandlung von Patienten mit Lungenkarzinomen und Tumoren des Brustraums. In enger Zusammenarbeit mit allen Abteilungen der Ruhrlandklinik stimmen Chefarzt Prof. Dr. Schuler und sein Oberarzt Dr. Thomas Gauler die unterschiedlichen Behandlungskonzepte auf die besonderen Bedürfnisse des einzelnen Patienten ab. Seit dem 1. November 2009 werden diese Behandlungsverfahren auch direkt in der Ruhrlandklinik vorgenommen. Mit der neu etablierten Abteilung Thorakale Onkologie kann die Therapie unverzüglich nach der Diagnose einsetzen. Sie wird dort von erfahrenen Onkologen durchgeführt und überwacht. Zwölf Betten stehen hierfür auf der Station W3 zur Verfügung.
Leistungsspektrum
Krebs hat vielfältige Ursachen und unterschiedliche Krankheitsbilder- und verläufe. Das gilt auch für bösartige Erkrankungen im Bereich der Lunge und des Brustraumes. Daher versucht die Abteilung Thorakale Onkologie stets, für jeden Patienten die individuell wirksamste Therapie auszuwählen und anzuwenden.
- Die Behandlungskonzepte werden in Tumorkonferenzen gemeinsam entwickelt, so dass die jeweils bestmögliche Lösung für den Einzelnen gefunden werden kann. Die enge Vernetzung mit dem Universitätsklinikum sorgt einmal mehr für einen schnellen Informationstransfer.
- Nach wie vor ist die Chemotherapie Grundlange der medikamentösen Behandlung von Lungentumoren. Durch Begleitbehandlungen sowie optimierte Kombinationen konnte die Wirksamkeit und Verträglichkeit dieser Behandlung inzwischen deutlich verbessert werden.
- Zielgerichtete Medikamente wie monoklonale Antikörper oder Hemmstoffe des Tumorwachstums können heute in vielen Fällen alleine oder in Kombination mit Chemotherapie mit großem Erfolg eingesetzt werden. Voraussetzung hierfür ist eine exakte Diagnosestellung einschließlich modernster genetischer Verfahren.
- Die Abteilung bietet ihren Patienten darüber hinaus medizinische Versorgung durch
- Onkologische Palliativmedizin
- Schmerztherapie
- Behandlung von Komplikationen des Tumors und der Tumorbehandlung
- Die Patienten können bei ihrer Behandlung von den Vorteilen der Grundlagenforschung und der klinischen Forschung profitieren, wie sie die Spitzenmedizin des Universitätsklinikums hervorbringt. Mediziner der Abteilung Thorakale Onkologie der Ruhrlandklinik und der Inneren Klinik (Tumorforschung) des Universitätsklinikums sind an der Entwicklung neuer Verfahren maßgeblich beteiligt und können ihren Patienten so die wirksamsten und modernsten Behandlungen anbieten. Dies erfolgt im Kontext des Westdeutschen Tumorzentrums, einem von nur elf onkologischen Spitzenzentren in Deutschland.
- Die Abteilung Thorakale Onkologie an der Ruhrlandklinik ist eng vernetzt mit dem onkologischen Notdienst des Universitätsklinikums, der somit eine Rundumversorgung innerhalb der Ruhrlandklinik garantiert.
Univ. Prof. Dr. Martin Schuler
Prof. Dr. Martin Schuler ist Facharzt für Innere Medizin, Hämatologie, Onkologie und Pneumologie. Er hält einen Lehrstuhl für Innere Medizin der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen. Der Direktor der Inneren Klinik (Tumorforschung) am Universitätsklinikum Essen leitet seit November 2009 parallel die neue Abteilung Thorakale Onkologie an der Ruhrlandklinik. Vor Ort unterstützt ihn dabei sein langjähriger Oberarzt Dr. Thomas Gauler. Bevor Prof. Schuler im Jahre 2007 nach Essen kam, arbeitete er als Oberarzt am Klinikum der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz und behandelte dort Patienten mit Krebserkrankungen. Außerdem leitete er die dortige Studienzentrale für Krebs- und bösartigen Bluterkrankungen. Zu seinen Schwerpunkten zählen die Entwicklung neuartiger, zielgerichteter (molekularer) Krebsbehandlungen und der Einsatz von Antikörpern. Prof. Schuler absolvierte von 1998 bis 2001 einen Forschungsaufenthalt in den USA und entwickelte dort wissenschaftliche Grundlagen für individualisierte Krebstherapien und deren Anwendung. Außerdem erforscht er die Wirkweisen von Therapien, um herauszufinden, warum manche Patienten nach einiger Zeit auf die Behandlung nicht mehr ansprechen.




